TRIOFAN Hustenstiller Levodrop Sirup (iH 09/26)
VERFORA SA
Swissmedic-genehmigte Fachinformation
Triofan® Hustenstiller Levodrop, Sirup
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Triofan Hustenstiller Levodrop Sirup wurden von Swissmedic nur summarisch geprüft. Die Zulassung von Triofan Hustenstiller Levodrop stützt sich auf LevoDril mit Stand der Information vom Februar 2024, welches denselben Wirkstoff enthält und in Polen zugelassen ist.
Zusammensetzung
Wirkstoffe
Levodropropizin.
Hilfsstoffe
1 ml Sirup enthält: Saccharose 400 mg, Citronensäure-Monohydrat, Methylparahydroxybenzoat (E 218) 1 mg, Propyl-4-hydroxybenzoat (E 216) 0,2 mg, Orangenaroma (enthält Ethanol 1,39 mg), gereinigtes Wasser.
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
1 ml Sirup enthält 6 mg Levodropropizin (Levodropropizinum).
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Symptomatische Behandlung von unproduktivem (trockenem) Husten bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab dem Alter von 2 Jahren. Das Arzneimittel darf ohne ärztliche Konsultation höchstens während 7 Tagen angewendet werden.
Dosierung/Anwendung
Dosierung
Das Arzneimittel wird dreimal täglich im Abstand von mindestens 6 Stunden verabreicht.
Kinder unter 2 Jahren:
Triofan Hustenstiller Levodrop Sirup darf bei Kindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden.
Kinder ab 2 Jahren und mit einem Gewicht von:
10 bis 20 kg: 3 ml Sirup dreimal täglich;
21 bis 30 kg: 5 ml Sirup dreimal täglich.
Erwachsene:
10 ml Sirup bis zu dreimal täglich.
Das Arzneimittel darf ohne ärztliche Konsultation höchstens während 7 Tagen angewendet werden. Wenn der Husten nach 7 Tagen Anwendung von Triofan Hustenstiller Levodrop Sirup nicht verschwindet, soll der Patient einen Arzt aufsuchen. Denken Sie daran, dass ein Husten ein Symptom ist und dass die Krankheit, die ihn verursacht, diagnostiziert und behandelt werden muss.
Art der Anwendung:
Triofan Hustenstiller Levodrop Sirup ist oral einzunehmen.
Dem Sirup liegt ein graduierter Messbecher bei, mit dem u.a. 3 ml, 5 ml und 10 ml abgemessen werden können.
Spezielle Dosierungsanweisungen:
Patienten mit beeinträchtigter Leber- oder Nierenfunktion:
Die Anwendung von Triofan Hustenstiller Levodrop bei Personen mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 35 ml/min) wird nicht empfohlen. Die Anwendung bei Menschen mit schwerer Leberinsuffizienz ist kontraindiziert (siehe Abschnitt «Kontraindikationen»).
Ältere Patienten ≥ 65 Jahre:
Die Tatsache, dass bei älteren Patientinnen und Patienten keine signifikante Veränderung des pharmakokinetischen Profils von Levodropropizin beobachtet wurde, deutet darauf hin, dass es wahrscheinlich nicht notwendig ist, die Dosis oder den Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Einnahmen bei älteren Menschen anzupassen. Dennoch ist bei der Anwendung von Levodropropizin bei dieser Patientengruppe Vorsicht geboten, da es Hinweise darauf gibt, dass ältere Patienten auf viele Arzneimittel empfindlicher reagieren können.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der anderen Inhaltsstoffe.
- Kinder unter 2 Jahren.
- Nicht bei Personen mit übermässiger Bronchialsekretion und Störungen des respiratorischen Flimmerepithels (z.B. Kartagener-Syndrom, ziliäre Dyskinesie) anwenden.
- Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Rubrik «Schwangerschaft, Stillzeit»).
- Schwere Leberinsuffizienz.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Bei Personen mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 35 ml/min) ist Vorsicht geboten.
Das Arzneimittel sollte bei gleichzeitiger Verabreichung von sedierenden Arzneimitteln bei besonders empfindlichen Patienten mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt «Interaktionen»).
Bei Patienten mit produktivem Husten kann die gleichzeitige Verabreichung mukolytischer oder sekretolytischer Substanzen eine unerwünschte Ansammlung von Sekreten in den Bronchien bewirken. Dies erhöht das Risiko einer Atemwegsinfektion und eines Bronchospasmus.
Aufgrund fehlender Informationen über die Wirkung von Nahrung auf die Aufnahme von Triofan Hustenstiller Levodrop Sirup wird empfohlen, den Sirup zwischen den Mahlzeiten einzunehmen.
1 ml Triofan Hustenstiller Levodrop Sirup enthält 400 mg Saccharose. Dies ist bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen. Personen mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, einer Glucose-Galactose-Malabsorption oder einer Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.
1 ml Triofan Hustenstiller Levodrop Sirup enthält 1 mg Methylparahydroxybenzoat (E 218) und 0,2 mg Propyl-4-hydroxybenzoat (E 216), die allergische Reaktionen (auch Spätreaktionen) hervorrufen können.
Dieses Arzneimittel enthält 1,39 mg Alkohol (Ethanol) pro 1 ml Sirup. Die geringe Alkoholmenge in diesem Arzneimittel hat keine wahrnehmbaren Auswirkungen.
Ältere Patienten
Das Fehlen signifikanter Veränderungen des pharmakokinetischen Profils von Levodropropizin mit zunehmendem Alter legt nahe, dass es wahrscheinlich nicht notwendig ist, die Dosis oder das Dosierungsintervall bei älteren Patienten zu ändern. Aufgrund der veränderten Empfindlichkeit gegenüber vielen Arzneimitteln bei älteren Patienten ist bei der Anwendung von Levodropropizin in dieser Gruppe jedoch besondere Vorsicht geboten.
Interaktionen
Pharmakologische Studien an Tieren haben gezeigt, dass Levodropropizin die Wirkung von Substanzen, die das zentrale Nervensystem beeinflussen (z.B. Benzodiazepine, Alkohol, Phenytoin, Imipramin), nicht verstärkt. Tierstudien zeigten auch keine Wirkung von Levodropropizin auf die Aktivität von oralen Antikoagulantien (wie Warfarin) oder auf die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin. Pharmakologische Studien am Menschen haben gezeigt, dass Triofan Hustenstiller Levodrop Sirup in Kombination mit Benzodiazepinen die EEG-Kurve nicht verändert.
Klinische Studien mit Levodropropizin zeigten keine Interaktionen mit Arzneimitteln, die bei Bronchial- und Lungenerkrankungen eingesetzt werden, etwa mit Beta-2-adrenergen Rezeptoragonisten, Methylxanthinen und deren Derivaten, Kortikosteroiden, Antibiotika, schleimlösenden Mitteln und Antihistaminika.
Schwangerschaft/Stillzeit
Schwangerschaft
Aufgrund der Tatsache, dass der Wirkstoff in Tierstudien plazentagängig ist, ist das Arzneimittel bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen oder schwanger sind, kontraindiziert, da die Sicherheit der Anwendung nicht dokumentiert ist (siehe «Kontraindikationen»).
Stillzeit
Da der Wirkstoff in Tierstudien in der Muttermilch nachgewiesen wurde, ist die Anwendung des Arzneimittels während der Stillzeit kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).
Fertilität
Studien zu den potenziellen teratogenen Wirkungen von Levodropropizin und seinen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und Fortpflanzung ergaben keine Hinweise auf spezifische toxische Wirkungen des Arzneimittels.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien durchgeführt, um die Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, zu bewerten. Da jedoch gelegentlich Somnolenz auftreten kann (siehe Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen»), sollten die Patienten vor dem Risiko von Schläfrigkeit beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen gewarnt und darüber informiert werden, dass sie die Tätigkeit möglicherweise vorübergehend unterbrechen müssen.
Unerwünschte Wirkungen
Die Erfahrung mit Levodropropizin-haltigen Produkten, die in mehr als 30 Ländern weltweit vertrieben werden, deutet darauf hin, dass unerwünschte Wirkungen sehr selten sind. Auf der Grundlage der geschätzten Daten zur Anzahl der Patienten, die Levodropropizin anwenden (abgeleitet von der Anzahl der verkauften Packungen), und unter Berücksichtigung der Anzahl der Spontanmeldungen von unerwünschten Wirkungen wird die Häufigkeit unerwünschter Wirkungen auf weniger als 1 von 500'000 geschätzt. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um schwerwiegende Komplikationen und die Symptome verschwinden nach Absetzen der Behandlung, erfordern jedoch manchmal eine spezifische pharmakologische Behandlung.
Nachfolgend werden die unerwünschten Wirkungen, nach Systemorganklasse und Häufigkeiten geordnet, aufgelistet. Die unerwünschten Wirkungen sind gemäss folgender Konvention geordnet: «Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1000, <1/100), «selten» (≥1/10'000, <1/1000), «sehr selten» (<1/10'000).
Psychiatrische Erkrankungen:
Sehr selten: Reizbarkeit, Somnolenz, Depersonalisation.
Erkrankungen des Nervensystems:
Sehr selten: Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Tremor, Parästhesie. Es wurde nur ein Fall von klonisch-tonischen Krämpfen und ein Petit-Mal-Anfall berichtet.
Herzerkrankungen:
Sehr selten: Palpitationen, Tachykardie, Hypotonie. Es wurde nur ein Fall von Herzrhythmusstörungen vom Typ des atrialen Bigeminus berichtet.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:
Sehr selten: Dyspnoe, Husten, Ödeme der Atemwegsschleimhäute.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Sehr selten: Magenschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Es wurden zwei Einzelfälle von Zungenentzündung und Stomatitis aphthosa mit Fieber berichtet. Bei einem Patienten wurde eine cholestatische Hepatitis diagnostiziert. Es wurde nur ein Fall von hypoglykämischem Koma bei einem älteren Patienten berichtet, der gleichzeitig orale blutzuckersenkende Produkte anwendete.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes:
Sehr selten: Urtikaria, Erythem, Hautausschlag, Pruritus, Angioödem, Hautreaktionen. Es wurde nur ein Fall von Epidermolyse mit tödlichem Ausgang berichtet.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:
Sehr selten: Asthenie, Schwäche der unteren Gliedmassen.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
Sehr selten: allergische und anaphylaktische Reaktionen, allgemeines Unwohlsein. Es wurden einzelne Fälle von generalisierten Ödemen, Synkope und Asthenie berichtet.
Ein Neugeborenes zeigte Symptome wie Somnolenz, verminderten Muskeltonus und Erbrechen, die auf den Übergang von Levodropropizin von der stillenden Mutter zurückgeführt wurden. Die Symptome traten nach dem Stillen auf und verschwanden spontan, nachdem ein paar Male das Stillen ausgesetzt wurde.
Es wurden mehrere Fälle von Augenlidödemen beschrieben, von denen die meisten aufgrund des Vorhandenseins von Urtikaria als Angioödeme angesehen werden können.
Es wurde nur ein Fall von Pupillenerweiterung und ein Fall von Sehverlust berichtet. In beiden Fällen verschwanden die Symptome nach dem Absetzen des Arzneimittels.
Schwerwiegende unerwünschte Reaktionen traten nur sporadisch auf. Dazu gehören einige Fälle von Hautreaktionen (Urtikaria, Pruritus), der bereits erwähnte Fall von Herzrhythmusstörungen, ein Fall von hypoglykämischem Koma und mehrere allergische/anaphylaktische Reaktionen wie Ödeme, Dyspnoe, Erbrechen und Durchfall. Ein Fall von Epidermolyse bei einem älteren Patienten, der mit mehreren Arzneimitteln behandelt wurde, verlief tödlich (siehe oben).
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) zu melden. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Überdosierung
Nach der Verabreichung einer Einzeldosis von bis zu 240 mg und 120 mg dreimal täglich an acht aufeinanderfolgenden Tagen wurde keine signifikante unerwünschte Wirkung beobachtet. Es ist nur ein Fall von Überdosierung bekannt, der bei einem dreijährigen Kind auftrat, dem eine tägliche Dosis von 360 mg Levodropropizin verabreicht wurde. Es traten mässige Bauchschmerzen und Erbrechen auf, die später wieder verschwanden, ohne Folgen zu hinterlassen.
Im Falle einer Überdosierung muss sofort eine symptomatische Behandlung eingeleitet werden, und wenn nötig müssen die üblichen Notfallmassnahmen (Magenspülung, Aktivkohle, parenterale Hydratation usw.) durchgeführt werden.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code
R05DB27
Wirkungsmechanismus
Levodropropizin, (S)-3-(4-Phenylpiperazin-1-yl)-propan-1,2-diol, ist ein Molekül mit stereospezifischer Synthese. Es handelt sich um ein Arzneimittel, das sich hauptsächlich durch hustenstillende und peripher bronchospasmolytische (mit einem Ansatzpunkt in den Bronchien und der Luftröhre) Wirkungen auszeichnet.
Levodropropizin wirkt auf das bronchopulmonale System, indem es den durch Histamin, Serotonin und Bradykinin induzierten Bronchospasmus hemmt. Der Wirkstoff hat keine hemmende Wirkung auf den durch Acetylcholin induzierten Bronchospasmus und übt daher keine anticholinerge Wirkung aus.
Pharmakodynamik
In Tierstudien war die antitussive Wirksamkeit von Levodropropizin bei oraler Verabreichung gleich wie oder besser als die von Dropropizin und Cloperastin. Der Effekt wurde für Husten beurteilt, der durch periphere Reize wie Reizung durch Chemikalien, mechanische Stimulation der Luftröhre und elektrische Stimulation der afferenten Fasern des Vagusnervs ausgelöst wurde. Die Wirkung auf Husten, der durch zentrale Reize wie elektrische Stimulation der Luftröhre bei Meerschweinchen ausgelöst wird, ist etwa 10-mal geringer als die von Codein, während das Verhältnis der Wirksamkeit der beiden Arzneimittel bei Tests mit peripherer Stimulation (mit Citronensäure, Ammoniakwasser, Schwefelsäure) zwischen 0,5 und 2 liegt.
Levodropropizin wirkt nicht, wenn es bei Tieren in die Hirnventrikel verabreicht wird. Dies deutet darauf hin, dass die hustenstillende Wirkung dieser Substanz auf einem peripheren Mechanismus beruht und nicht auf eine direkte Wirkung im zentralen Nervensystem. Ein Vergleich der Wirksamkeit von Levodropropizin und Codein, die oral und als Aerosol verabreicht werden, zur Verhinderung von experimentell induziertem Husten bei Meerschweinchen bestätigt die periphere Wirkung von Levodropropizin. Es hat sich gezeigt, dass Levodropropizin als Aerosol ebenso wirksam wie Codein oder wirksamer als Codein ist, seine Wirksamkeit bei oraler Einnahme jedoch nur halb so hoch ist wie die von Codein.
Der Mechanismus der hustenstillenden Wirkung von Levodropropizin wird auf seine hemmende Wirkung auf die C-Fasern zurückgeführt. Insbesondere in vitro hemmt Levodropropizin die Freisetzung von Neuropeptiden aus den C-Fasern, die an der Übertragung von Sinnesreizen beteiligt sind. Bei anästhesierten Katzen reduziert das Arzneimittel die Aktivierung der C-Fasern signifikant und unterdrückt die damit verbundenen Reflexe.
Levodropropizin ist signifikant weniger wirksam als Dropropizin bei der Kontrolle von Oxotremorin-induziertem Tremor und Pentamethylentetrazol-induzierten Krämpfen und hat einen signifikant geringeren Einfluss auf die spontane Motilität bei Mäusen.
Levodropropizin verdrängt Naloxon nicht von den Opioidrezeptoren im Gehirn von Ratten, es verändert nicht die Abstinenzsyndrome nach Morphinentzug und das Absetzen des Arzneimittels führt nicht zu Suchtverhalten.
Levodropropizin verursacht bei Tieren keine Atemdepression, keine signifikanten kardiovaskulären Symptome und keine Verstopfung. Im Bronchialbaum hemmt Levodropropizin die durch Histamin, Serotonin und Bradykinin induzierte Bronchokonstriktion. Das Arzneimittel hemmt jedoch nicht die acetylcholininduzierte Bronchokonstriktion, was das Fehlen einer anticholinergen Aktivität belegt. In Tiermodellen ist die ED50 für die bronchodilatierende Wirkung vergleichbar mit jener für die antitussive Wirkung.
Bei gesunden Probanden reduzierte eine Dosis von 60 mg die Intensität des Hustens, der durch ein Citronensäureaerosol ausgelöst wurde, für mindestens 6 Stunden.
Zahlreiche experimentelle Ergebnisse weisen auf die klinische Wirksamkeit von Levodropropizin bei der Hemmung von Husten unterschiedlicher Ursache hin, etwa Husten im Zusammenhang mit Lungenkrebs, Infektionen der oberen und unteren Atemwege oder Keuchhusten. Die hustenstillende Wirkung ist im Allgemeinen mit der von zentral wirksamen Arzneimitteln vergleichbar, aber Levodropropizin hat ein besseres Verträglichkeitsprofil, insbesondere in Bezug auf die zentrale Sedierung.
In therapeutischen Dosen hat Levodropropizin keinen Einfluss auf die EEG-Kurve oder die psychomotorischen Funktionen. Bei gesunden Probanden, die bis zu 240 mg Levodropropizin erhielten, wurden keine Veränderungen der kardiovaskulären Parameter beobachtet.
Das Arzneimittel verursacht weder eine Atemdepression noch eine Veränderung der mukoziliären Clearance. Insbesondere hat eine der neueren Studien gezeigt, dass Levodropropizin bei Patienten mit chronischer Ateminsuffizienz weder bei Spontanatmung noch bei Hyperkapnie eine dämpfende Wirkung auf die Atemzentren hat.
Klinische Wirksamkeit
Keine Daten.
Pharmakokinetik
Absorption
Die Bioverfügbarkeit nach oraler Verabreichung beträgt mehr als 75 %. Die Wiederfindungsrate der Radioaktivität nach oraler Verabreichung an der Stelle erreicht 93 %.
Distribution
Levodropropizin wird nur sehr schwach an Plasmaproteine gebunden (11–14 %).
Metabolismus
Levodropropizin wird nach oraler Verabreichung schnell absorbiert und im Körper verteilt. Die Halbwertszeit im Plasma beträgt 1 bis 2 Stunden.
Elimination
Das Arzneimittel wird hauptsächlich über den Urin ausgeschieden, sowohl in unveränderter Form als auch in Form von Metaboliten (konjugiertes Levodropropizin und freies und konjugiertes p-Hydroxylevodropropizin).
Die Menge des Arzneimittels und der Metaboliten, die über den Urin ausgeschieden wird, entspricht etwa 35 % der über einen Zeitraum von 48 Stunden verabreichten Dosis. Studien mit mehreren Dosen haben gezeigt, dass eine 8-tägige Behandlung (dreimal täglich) das Absorptions- und Ausscheidungsprofil nicht verändert, was eine Akkumulation und eine erhöhte Selbstverstoffwechselung (Autoinduktion) ausschliesst.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Bei Kindern, älteren Patienten oder Patienten mit leichter oder mittelschwerer Niereninsuffizienz wurden keine signifikanten Veränderungen des pharmakokinetischen Profils beobachtet.
Präklinische Daten
Die akute orale Toxizität beträgt 886,5 mg/kg bei der Ratte, 1287 mg/kg bei der Maus und 2492 mg/kg beim Meerschweinchen. Der therapeutische Index bei Meerschweinchen, berechnet als LD50/ED50 nach oraler Verabreichung, liegt zwischen 16 und 53 (im experimentellen Modell des induzierten Hustens). Toxizitätsstudien mit wiederholten oralen Dosen (4–26 Wochen) haben gezeigt, dass die nichttoxische Tagesdosis bei 24 mg/kg liegt.
Sonstige Hinweise
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Haltbarkeit nach Anbruch
Nach dem Öffnen innerhalb von 2 Jahren zu verwenden (jedoch nicht über das Verfallsdatum hinaus).
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15–25 °C), ausserhalb der Reichweite von Kindern und in der Originalverpackung vor Licht geschützt aufbewahren.
Zulassungsnummer
70418 (Swissmedic)
Zulassungsinhaberin
VERFORA SA, 1752 Villars-sur-Glâne
Stand der Information
Ausländisches Vergleichsarzneimittel: Februar 2024
Ohne sicherheitsrelevante Ergänzungen von Swissmedic: Mai 2026
32585 — 28.08.2026